Das Ostpreußenblatt – Jahrgang 1/Folge 2 vom 20.04.1950

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    Seite 27
    Königsberg
    Am 28. 4. ist der Geburtstag des verstorbenen Imkers Carl Rehs. Schon als Junge hatte er eine Vorliebe zur Imkerei gefaßt und betätigte sich auf dem Bienenstand in seinem Elternhause. Später wandte er sich neben unermüdlicher praktischer Arbeit auch immer mehr der wissenschaftlichen Seite des Imkerberufes zu. 1906 war er im Alter von 36 Jahren im Vorstand des Ortsvereins Ponarth, 1918 wurde er Schriftleiter der Preußischen Bienenzeitung und Vorstand des damaligen Provinzialverbandes, sowie seit 1924 Vorstandsmitglied des Deutschen Imkerbundes. 1930 übernahm er die Führung der Landesfachgruppe Imker Ostpreußen. Dank seiner Initiative wurde die Staatl. anerkannte Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht in Korschen gegründet, die unter seiner Führung weit über Ostpreußens Grenzen bekannt wurde. Carl Rehs behandelte die Fragen der Bienenzucht in seinen Büchern „Deutsche Bienenzucht“  – erstmalig 1914 erschienen – „Buntes Allerlei von Immen“ und „Von Kanitz zu Kirchhöf fei“. 1945 hat er wie hunderttausend andere die Drangsale und Leiden des Russeneinfalls mitmachen müssen, denen der 78jährige nicht mehr gewachsen war. Am 2. Oktober 1945 ist er, dieser stets aufrechte, gütige selbstlose, für Idee und Werk sich verzehrende Mann den Leiden erlegen und am Tage seiner Goldenen Hochzeit – 4. 10. 45 – elend in Königsberg begraben worden. Seine Frau, Gertrud Rehs, wurde mit ihrer Tochter Eva erst im März 1948 aus Königsberg ausgewiesen. Sie lebt heute bei Ihren Kindern in Fulda, Marienstraße 11

    Schulrat August Sadowski Ist während des Krieges in Krakau gestorben. Näheres ist bei seinem Bruder, Mittelschullehrer Julius Sadowski in (21) Schwaney 95, Kreis Paderborn zu erfahren

    Die Leiter der Anstalt hatten einen Fritz zu Eulenburg-Prassen. Aber dab innere Fundament war das Werk der Dembowskis. Da war zuerst der Vater Dembowski, ihm folgte nach seinem Tode im Jahre 1913 sein Bruder, Geheimrat Dembowski und seit 1929 der Sohn des ersten Leiters Pfarrer Heinz Dembowski. Es war ein harter Schicksalsschlag für ihn, als im Frühjahr 1939 die Gestapo vorgefahren kam, dem Kuratorium jede Tätigkeit untersagte, die Anstalt – die ihr als christliches Liebeswerk verhaßt und verdächtig war – dem Provinzialverband überwies, und ihn, den verdienstvollen Leiter der Anstalt, seines Amtes enthob. Er mußte es auch noch erleben, daß seine Pfleglinge teils in die Gaskammern wanderten, teils auf andere Anstalten verteilt wurden und die Gebäude der Anstalt der SS als Kaserne dienten, Sein Lebenswerk war zerbrochen. Er starb am 22. Februar 1945 an den Folgen einer Erfrierung eines Fußes und er ruht auf dem Zentralfriedhof Danzig-Silberhammer. Als letzter Vorsitzender des Kuratoriums der Carishöfer-Anstalten rufe ich ihm im Namen Unzähliger, die ihn liebten und verehrten, zu: Hab‘ Dank für Deine Treue und Deine Liebe! Freiherr zu Knyphausen, Landrat a. D.

    #2471

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    Seite 32
    Nachträglich zur Kenntnis. Fern unserer geliebten Heimat entschlief sanft am 14. November 1945 mein lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel Reichsbahnamtmann i. R. Paul Goldau im 77. Lebensjahre Ihm folgte nach kurzer Ehe an den Folgen der russ. Gefangenschaft am 3. Febr. 1949 mein geliebter Mann und Sohn, Kaufmann Harry Bethke im 47. Lebensjahre in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Gertrud Bethke geb. Goldau
    Berlin-Wilmersdorf. Mecklenburgische Straße 26, früher Königsberg/Pr., Mozartstraß 14

    Heinz Kerwelies, Leutnant, geb. 24. 7. 21, gefallen am 19. 4. 45 in Belzig (Mark). In treuem Gedenken: Frau Martha Kerwelies früher Tilsit, Steinmetzstr. jetzt Borstel/Soltau, Hann.

    Nach Gottes hl. Willen verschied im Alter von 89 Jahren am 7. 3. 1950, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, mein lieber Gatte, unser treusorgender Vater und Großvater Landwirt Emil Wedig aus Münsterberg, Kr. Heilsberg/Ostpr. In unvergeßlicher Trauer: Joh. Wedig-Gattin Kinder und Enkelkinder, z. Zt.: Adlkofen-Ndb. bei Landshut

    Am Montag, den 27. März 1950, 14 Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden, das in heiterer Geduld getragen wurde, ganz plötzlich und sehr sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Sohn und Bruder Landwirt Oskar Busch, Hauptmann z.V. a. D. im vollendeten 66. Lebensjahre. Er starb fern seiner geliebten Wahlheimat Ostpreußen und fern der Heimat seiner Väter. Im Namen aller Hinterbliebenen in stiller Trauer: Frau Frida Busch geb. Peter-Corwingen

    Nach jahrelangem Warten und immer auf ein Wiedersehen hoffend, erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber einziger Sohn und Bruder Uffz. Helmuth Lenuweit im Alter von 28 Jahren am 2. 2. 1945 im Lager (7126) in Nikolajew verstorben ist. Unvergessen ruht er in fremder Erde. In tiefer Trauer: Friedrich Lenuweit und Frau und Fam. Artur Schmidt, früher Tilsit, Ad.-Hitler-Str. 1, jetzt (20a) Celle/Hannover, Fuhrbergerstraße 131

    Nach jahrelangem Warten und Hoffen auf ein Wiedersehen erhielt ich jetzt die unfaßbare Nachricht, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann, der Obergefreite Herbert Wegel bei den letzten Kämpfen in Holland am 17 Januar 1945 sein junges Leben hat hingeben müssen. In tiefer, stiller Trauer; Gertrud Wegel geb. Steinbeck und alle Angehörigen.
    Königsberg, Am Schloß 1, z. Zt. Südlengern, Kreis Herford Westf.

    Allen Verwandten und unsern verehrten ehemaligen Kunden nachträglich zur Kenntnis, daß mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, der Gaststätteninhaber Hans Knuth, Kalthöfsche Straße, früher Königsberg, am 22 . 4. 1945 in München verstorben ist. Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Anna Knuth, jetzt Steinsfurt über Heidelberg

    Am 3. April 1950 ist durch einen tragischen Unglücksfall mein guter Lebenskamerad, unser treusorgender, lieber Vati Karl Bäuerle, Studienrat von uns gegangen. In tiefer Trauer: Erika Bäuerle geb. Bolz mit Lutz, Frank und Erikale.
    Girsau, Kr. Calw, Uhlandstr. 76, früher Wehlau/Ostpr.

    Allen Freunden u. Bekannten nachträglich zur Kenntnis, daß am 17. 6. 1949 ganz unerwartet infolge Herzschlag, ohne seinen geliebten Sohn Bruno wiedergesehen zu haben, unser von uns so geliebter Vater, Schwiegervater und Bruder, der Friseur Otto Schiemann geb. 28. 9. 1891 aus Königsberg, Farenheidstr. 35, gestorben ist. In treuem Gedenken: Christel u. Siegfried Schiemann, z. Zt. Wüster, Rathausstr. 18, Bruno, vermißt in Ostpreußen, Ruth und Paul Noetzel, geb. Schiemann,
    Lauth b. Königsberg, Siedlung 41, z. Zt. Schwäbisch-Gmünd, Königsturmstr. 29

    Gott hat’s gewollt! In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit seinen Kindern verschied am 15. 1. 1950 nach kurzer, schwerer Krankheit in unserer lieben Heimat unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Postbetriebswart a. D. Karl Konopka in Rhein, Kr. Lötzen/Ostpr. im 70. Lebensjahre. Er folgte seiner lieben, guten Frau Anna Konopka geb. Schmidt
    unserer herzensguten, unvergeßlichen Mutter und Omi, in die Ewigkeit, die von den Leiden der Flucht erkrankt, im Frühjahr 1945 im Krankenhaus in Zoppot bei Danzig angeblich verstorben sein soll. In stiller, tiefer Trauer; seine Kinder Gertrud Czymmeck, Wwe., geb. Konopka und Kinder, Schwackenreute, Kr. Stockach, Baden, früher Niedersee, Kr. Sensburg, Frieda Grimm geb. Konopka und Familie, Duderstadt, Steintor 4, früher Rhein, Kr. Lötzen, Helene Konopka in Mragowo (Sensburg), Gustav Konopka und Familie, Ahlen, Westf., Bankenstraße 7, früher Stralsund, Pomm., Alfred Konopka und Familie, Neumünster, Holst., Wasbecker-str. 158, früher Rhein, Kr. Lötzen.
    Neumünster, im März 1950

    Allen unsern Freunden und Bekannten nachträglich zur Kenntnis, daß mein lieber Sohn und guter Bruder Ewald Buchholz (Obfw.) am 21. März 1945 im Alter von 27 Jahren in Karlsbad im Lazarett an seiner Verwundung verstorben ist. Mein lieber Mann und unser guter Vater Samuel Buchholz ist am 26. August 1945 im Alter von fast 72 Jahren in Ober-Zschocken, Kr. Zwickau, verstorben. In stiller Trauer: Frau Wilhelmine Buchholz und Kinder Arnold Buchholz, Elly Buchholz, Willi Buchholz früher Puppen, Kr. Orteisburg jetzt Gemmerich 82 Kr. St. Goarshausen

    Nach qualvoller Ungewißheit erhielt ich die traurige Nachricht, daß mein geliebter Mann und treuer Lebenskamerad, unser guter, unvergeßlicher Vater, Schwager, Schwiegervater, Großvater und Onkel, der Fotograf Paul Bast geb. 21. 1. 83 in Königsberg-Ostpr., von den Russen verschleppt am 17. 3. 45, an Entkräftung und Herzschwäche im Mai 45 im Lazarett des Lagers Gorki (Ural) verstorben ist. – Sein sorgenvolles, arbeitsreiches Leben hat einen bitteren Abschluß gefunden. In tiefem Schmerz: Erika Bast geb. Gliemann und Kinder: Ingeborg Rühlmann geb. Bast, Gerda Rhode geb. Bast, Günther Bast, Erna Bast geb. Andreas, Heinz Rühlmann, Willy Rohde und 8 Enkelkinder

    Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief allzufrüh und fern ihrer geliebten ostpr. Heimat nach kurzem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden im 65. Lebens-Jahre am 30. 3. 1950 um 12.15 Uhr meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter u. Schwiegermutter, unsere liebe Omi Frau Anna Schaefer geb. Strukat Unsere liebe Entschlafene wird uns immer unvergessen bleiben. In tiefer Trauer: Albert Schaefer, Fam. Heinz Schaefer, Siegfried Schaefer, Fam. Bruno Riechert
    Unterthingau/Allgäu und Dieburg/Hessen, den 30. März 1950, früher Kreuzingen/Elchnied., Wehlau/Ostpr. und Königsberg/Pr.

    Am 7. März 1950 nahm Gott meine geliebte Frau, unsere herzensgute Mutter Käte Dost geb. Borries im Alter von 45 Jahren nach kurzer Krankheit zu sich in die Ewigkeit. Wilh. Dost, Lehrer, Klaus, Gundula, Gisela, Heidemarie, Jörg, Beate,
    früher: Lyck, Ostpr., Yorkstr. 9, jetzt: (14b) Schwenningen a. N., Gartenschule

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