Königlich privilegirte Berlinische Zeitung …./ Zeitungsanzeigen aus 1828

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    In der „Königlich privilegirte Berlinische Zeitung, von Staats- u. gelehrten Sachen, Nr. 131 v. 7.6.1828“
    finden sich folgende private Anzeigen:

    Verlobung:
    Die Verlobung seiner jüngsten Tochter mit dem Herrn A. H. HEYMANN aus Strausberg, zeigt Verwandten und Freunden ergebenst an M. S. LEIPZIGER; Breslau, den 1.6.1828
    Als Verlobte empfehlen sich Johanna LEIPZIGER und A. H. HEYMANN.

    Entbindungen:
    Die heut früh 4 Uhr erfolgte glückliche Entbindung meiner Frau von einem gesunden Knaben, zeige ich Verwandten und Freunden ergebenst an. Berlin, den 5.6.1828. C.F. SCHIELE

    Die gestern Abend um 9 Uhr erfolgte glückliche Entbindung meiner Frau von einem gesunden Mädchen, zeige ich Verwandten und Freunden ganz ergebenst an. Berlin, 4.6.1828. SCHEIBE, Geh. Kanzlei-Inspektor.

    Heute früh 5 1/2 Uhr wurde meine liebe Frau, geborne Emilie WINZER, von einem gesunden Knaben glücklich entbunden. Rohr bei Rummelsburg, den 28.5.1828. Carl COLBERG

    Todesfälle:
    Am 16. d.M. führte ein sanfter Tod nach vielfachen Leiden meinen guten Mann, den Prediger Friedrich Alexander Arnold EGELING, im 69. Jahre seines Lebens aus dem Kreise seines treuen und redlichen Wirkens zu den Lohnungen der Ewigkeit. Falckenstein bei Friedeberg i.d.R., am 24.5.1828, Charlotte EGELING, geb. THIEL.

    Am 23. Mai, abends 11 Uhr, starb an den Folgen einer fünfwöchentlichen Gallen-Krankheit Herr Johann Carl Michael GROLP, Königlicher Superintendent der Altstädtischen Synode zu Stolpe in Hinterpommern. Geboren zu Bitterfeld in Sachsen, am 18.10.1759, begann der Vollendete, nach dem Schlusse der Vorbereitungs-Studien, seine öffentliche segensreiche Wirksamkeit als Rektor der Schule in Jakobshagen, welchere er drei Jahre hindurch rühmlich vorstand. Hierauf als Prediger an die hiesige St. Petri-Kirche berufen, hat er die seltene Gnade erfahren, während des langen Zeitraumes von 40 Jahren einer in christlicher Liebe mit ihm innig vereinten Gemeine das seligmachende Wort des Evangeliums in frudiger Zuversicht verkünden zu dürfen. Auch durch seine Ernennung zum Königlichen Superintendenten, welche 1817 erfolgte, ist ihm eine reiche und theure Gelegenheit bereitet, für das Wohl der Kirche und Schule mit Eifer und Treue zu wirken.
    Was er als Gatte, in einer neun und dreißigjährigen Ehe, als Vater und Familienhaupt gewesen, wird, ein mahnendes Vorbild, in den dankbaren und erschütterten Herzen der Unterzeichneten fortleben. Die entfernten Verwandten und Freunde, denen diese Anzeige gewidmet ist, werden mit Theilnahme hören, daß der Hinübertritt des Gerechten sanft war und voll seliger Hoffnung.
    Stolpe, den 30. Mai 1828.
    Anna Amalia GROLP, geborne DIESTEL, als Wittwe.
    Dr. Carl GROLP, Regierungs- u. Schulrath in Marienwerder, Kind.
    Amalia REICHHELM, geb. GROLP; Kind.
    Ferdinand GROLP, Haupt-Zoll-Amts-Rendant in Strzalkowo; Kind.
    Wilhelmine GEIGER, geb. GROLP; Kind.
    Johanna GROLP; Kind
    Adeline OLOFF, geb. GROLP; Kind.
    Rudolph GROLP, Kind
    Johanna GROLP, geb. GÜNTHER; Schwiegerkind
    Caroline GROLP, geb. DIESTEL; Schwiegerkind
    Dr. REICHHELM, Regierungs- und Stadt-Schulrath in Berlin; Schwiegerkind
    GEIGER, Kaufmann in Tilsit; Schwiegerkind
    OLOFF, Stadt-Syndikus in THorn; Schwiegerkind
    Und 15 Enkel und Enkelinnen.

    Heute früh um 3 Uhr starb an der Schwindsucht der Königl. Hof- und Raths-Zimmermeister Herr George Andreas ACKERMANN hierselbst, im 57. Jahre seines durch Thätigkeit und Rechtschaffenheit ausgezeichneten Lebens. Seinen auswärtigen Verwandten und Freunden mache ich dies traurige Ereignis hierdurch ergebenst bekannt.
    Freienwalde a.d. Oder, den 5.6.1828.
    HÜBNER, Justizaktuar.

    Möge es nützen!

    Margot (Dierenfeld)

    Zitat-Ende]

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