INFANTERIE-REGIMENT NR. 14, Regiment zu Fuß

Kupferstich Hartknoch
Burg Brandenburg im Jahre 1704
4. April 2019
Komturei Brandenburg
Die Komturei zu Brandenburg
5. April 2019
Infanterie Regiment Brandenburg

Ersatz stammte aus den Ämtern südlich von Königsberg mit den Städten Brandenburg, Bartenstein, Preußisch Eylau, Landsberg, Domnau, Zinten.

Chefs des Regiments

5.1.1626: Oberst Hillebrand v. Kracht, Chefs des Regiments
Soldat Brandenburg1629: Oberst Steiff v. Lauenstein, Chefs des Regiments
1632: Oberst Henning v. Goetz, Chefs des Regiments
1634: Oberst Adam Valtin v. Rhedern, Chefs des Regiments
1653: Oberst Otto Wilhelm v. Podewils, Chefs des Regiments
1657: Oberst Pierre de la Cave, Chefs des Regiments
1679: Oberst Wolf Christoph Frhr. v. Waldburg, Erbtruchseß, Chefs des Regiments
1687: Oberst Hans Georg v. Belling, später Generalmajor, Chefs des Regiments
1688: Generalmajor Wilhelm v. Brandt, Generalleutnant, zeitweise Befehlshaber in Ostpreußen, Chefs d Regiments
1702: Oberst Christoph Albrecht v. Canitz, Chefs des Regiments
1713 Generalleutnant Albrecht Conrad Graf Finck v. Finkenstein, sp. Generalfeldmarschall, Chefs des Regiments
13.3.1736: Oberst Andreas Joachim v. Kleist, Chefs des Regiments
17.8.1738: Oberst Johann v. Lehwaldt, später Generalfeldmarschall, Chefs des Regiments
23.11.1768: Oberst Friedrich Reichsgraf v. Anhalt, Chefs des Regiments
11.1.1777: Generalmajor Johann Christian Wilhelm v. Steinwehr, Chefs des Regiments
20.5.1782: Generalmajor Viktor Amadeus Graf Henckel v. Donnersmarck, Chefs des Regiments
29.12.1786: Oberst Franz Ludolf Ferdinand v. Wildau, Chefs des Regiments
29.12.1794 Generalmajor Karl Leopold v. Larisch, Chefs des Regiments
6.7.1795: Oberst Georg Prinz v. Hohenlohe-Ingelfingen, Chefs des Regiments
20.12.1803: Generalmajor Gottlieb Ehrenreich v. Besser.

Die Sechserflotte hat vor Brandenburg geankert, offensichtlich Ladung erwartend. Als letzer Segler trifft das Flaggschiff ein, das der Sechserflotte als Nachhut gedient hat, wie das bei damaligen Konvoireisen üblich war. Die Ladung, die von den sechs Seglern erwartet wird kann, gemessen an der Jahreszeit, nur eine sein: Getreide aus der neuen Ernte, mit anderer Fracht wäre in Brandenburg kaum zu rechnen.

Segelschiffe vor Brandenburg

Da die Sechserflotte durch die von Osten kommende Galeone und das ausgesandte Ruderboot empfangen wird, kann es sich nur um eine friedliche Angelegenheit handeln. Auf dem letzten Dreimaster der Sechserflotte lässt ein Fanfarenbläser einen Weckruf hören, um die Besatzungen der fünf anderen Schiffe zu alarmieren.
Das aus Richtung Königsberg heransegelnde Schiff gibt uns den Schlüssel zur exakteren Datierung des Bildes. Am Heck dieses Schiffes weht die brandenburgische Flagge mit dem (roten) Adler. Der Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1609), der Verweser von Preußen, besaß nur ein Schiff dieser Art: die Galeone „Der Rote Löwe“. Dieser Seghler war 1597 in Holland gebaut worden. 1601 hatten die kurfürstlichen Oberräte in Königsberg das Schiff angekauft, weil der Kurfürst Polen gegenüber verpflichtet war, Kriegsschiffe zur Küstenverteidigung zu stellen. So wurde „Der Rote Löwe“ zunächst in Pillau stationiert. Er hatte eine Tragfähigkeit von etwa 120 Salzlasten. Leider können wir diese Maße nicht mit Sicherheit in metrische Tonnen (zu 1000 Kilogramm) umrechnen. Bewaffnet war das Schiff mit 12 eisernen Kanonen und 6 sogenannten Steinstücken, mit denen Steinkugeln verschossen wurden. Kommandant war Kapitän Peter Hintze. Im Winter lag das Schiff abgetakelt in Pillau. Oktober 1608 übernahm es eine Holzladung – wahrscheinlich Stabholz zur Fassherstellung – und segelte unter Kapitän Johann Fett nach Lissabon. Dort wurden Schiff und Ladung verkauft.



In der Zeit zwischen 1601 und 1608 gehörte „Der Rote Löwe“ also nach Ostpreußen. Und in dieser Zeit muß das Bild der Schiffe auf dem Haff vor Brandenburg entstanden sein. Leider lässt sich die Nationalität des Flaggschiffes und der Verkehrsjacht nicht identifizieren. Ihre Flaggen zeigen dunkel-hell-dunkle Farben, aber welche Farben das sind, ist nicht zu sagen. Sie gehören offensichtlich einer Nation an, die zu jener Zeit mit Brandenburg-Preußen auf gutem Fuße stand, so daß sie hier Getreide einkaufen konnte.
Die Befrachtung der Sechserflotte hat man sich so vorzustellen, daß aus dem Hafen Brandenburg, der Frisching-Mündung, Boote mit Getreideladung herausgesegelt kamen, die ihre Fracht dann an die Galeonen abgaben. Wenn nicht alles täuscht, so legt ein solches Boot unter Sprietsegel gerade vom Ufer vor der Ordensburg ab (nicht zu verwechseln mit den Fischerbooten vor der Frisching-Mündung!). Die Frühherbstes-zeit lässt vermuten, daß die bereits geerntete Gerste – vielleicht auch Roggen – verladen wird – …

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