Allgemeine Geschichte Brandenburg
20. März 2019
Ordensburg Brandenburg
Die Ordensburg Brandenburg
23. März 2019

Der Deutsche Ritterorden hatte im Jahre 1239 die Burg Balga erobert und damit einen strategisch wichtigen Stützpunkt an der
Haffküste gewonnen. Da er wegen seiner insularen Lage leicht eingeschlossen und dann für die Eröberung wie den Schutz der
Haffgaue ausgeschaltet werden konnte, suchten die Ordensritter nach einer weiteren, gut geeigneten Ausgangsbasis am Haff.
Hierfür bot sich die auf hohem Steilufer gelegene prußische Lenzenburg an, das 1246 und 1251 urkundlich erwähnte castrum Lemptenburc. Diese hatte eine gute Schutzlage, sie war zweischen erner großen etwa 400 m langen und einer kleinen Schlucht mit einem Rundwall angelegt worden, der im Süden und Südwesten, also nach dem offenen Gelände, besonder erhöht und von einem breiten und tiefen Graben umgeben war. Die Fluten des Haffs konnten dem 30 m hohen Steilhang nichts anhaben, weil ihn ein 200 bis 300 m breites, sumpfiges Vorland sicherte, das noch in jüngster Zeit aus feuchten Wiesen bestand.. Die Lenzenburg war Amtssitz des Vogts von Natangen. Nach dem Bericht der Chronisten Dusburg und Jeroschin ließ der Ordensvogt Mirabilis die Lenzenburg samt mehrerer Prußen im Jahre 1260 verbrennen. Sie wurde nicht mehr aufgebaut. Aber der alte Name blieb als Flurbezeichnung erhalten und der Verlauf des Walles und des Grabens waren bis in die jüngste Zeit zu erkennen.

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