Antwort auf: [Funde] Ostpreussenblatt/Preußische Allgemeine Zeitung von 1945-

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Dezember

Folge 36 vom 05.12.1953

Tote unserer Heimat

Bouvain-Königsberg. Meister des Motorrades. Der sieggewohnte
Rennfahrer gestorben. Am 13. November 1953 fiel Fritz Bouvain, einer
der erfolgreichsten deutschen Motorradfahrer, einem Schlaganfall zum
Opfer. Er hatte nach der Vertreibung aus eigener Kraft und ohne jede
Unterstützung in Hamburg-Billstedt ein Fuhrunternehmen aufgebaut und
mit Zähigkeit zum Erfolg geführt. Die Königsberger kannten seine
Fahrschule für alle Klassen in der Stresemannstraße. Fritz Bouvain
starb im 58. Lebensjahre. Wer Interesse hat, kann die Lebensgeschichte
in diesem Ostpreußenblatt nachlesen.

Den Fliegertod erlitten.
An drei Novembertagen des Jahres 1938 stellten an den Dünenhängen der
Kurischen Nehrung August Bödecker und Heinz Zander mit fünfzig
Stunden, fünfzehn Minuten einen Segelflug-Weltrekord auf. Jetzt ist
August Bödecker an den Folgen eines Segelflug-Unglücks verstorben. Von
1937 bis zum Kriegsausbruch war er auf der Reichs-Segelflugschule
Rossitten tätig. Als einer der ersten kämpfte er nach dem Kriege für
die Wiederzulassung des Segelfluges. Bei der Gründungsversammlung des
»Deutschen Aero-Clubs« 1950 auf der Wasserkuppe fehlte er nicht, und
nach der Zulassung war er unermüdlich wieder als Segelfluglehrer
tätig. Auf einem »Doppelraab« wollte er in den letzten Augusttagen zu
einem Passagierflug starten. Beim Start verwickelte sich das
Schleppseil in das Rad. Das Flugzeug bäumte sich steil auf und stürzte
danach zu Boden. Schwer verletzt wurden Bödecker und sein Passagier in
ein Krankenhaus gebracht. Hier hat er eine Woche mit dem Tode
gerungen, dem er schließlich erlag. Als Flieger und als Mensch bleibt
August Bödecker seinen Sportkameraden unvergessen. Der
Niedersächsische Luftsportverband hat für seine Hinterbliebenen – er
hinterlässt eine unversorgte Familie mit drei schulpflichtigen Kindern
– eine Kameradschaftshilfe ins Leben gerufen. Auch die
Traditionsgemeinschaft »Ferdinand Schulz« der ostpreußischen
Segelflieger ruft zu einer Spende auf.

Auskunft wird erbeten

Gesucht werden:
Michael Pruszeit und Familie aus Ulmental, Kreis Tilsit-Ragnit; Martha
Deike aus Tilsit, Friedrichstraße 19; Ida Schmidt aus Königskirch,
Kreis Tilsit-Ragnit.

Eichinspektor, Erich Freyer, geb. 03.08.1898 in Danzig, wohnhaft
gewesen in Königsberg, Zeppelinstraße 16/I, und Frau Marie, geb.
Brandt. Von beiden fehlt seit Februar 1945 jede Spur.

Friederike Blumenstein, aus Rordorf, Kirchspiel Wielenberg, Kreis
Ortelsburg. Wer kennt das Schicksal der Obengenannten?

Ferner: Frau Erika Dorbas, ev., etwa 60 Jahre alt, Mittelschullehrerin
aus Tilsit, Hohe Straße 81. – Hauptmann Karl Seeliger aus Ostpreußen,
zuletzt im Westen eingesetzt. – Arbeiter, Bruno Knoop, geb.
07.03.1916. Bis 1943 wohnhaft gewesen in Tilsit, Schlageterstraße 38.
Hermann Reichert, geb. 09.01.1911, aus Auer bei Norkitten, Kreis
Insterburg, Beruf: Landwirt, Wachtmeister beim R.R. 1 Insterburg,
Führer einer Munitionskolonne. In Stalingrad eingeschlossen, seitdem
vermisst. – Elisabeth Hartwich, Heilsberg, Seilergasse 2. – Käthe
Seewald, Güldenboden, Kreis Mohrungen; Frieda Nerke, Rochau, Post
Talheim, Kreis Angerburg, später Wolfsdorf über Guttstadt, Kreis
Heilsberg, bei Frau Heinemann; Frau Kannapinn, Eschenbruch, Kreis
Insterburg; Adolf Reimann, bzw. dessen Erben aus Tilsit. – Die Eltern
(Mutter: Charlotte, geb. Unruh) von Inge Scharfenorth, geb.
25.08.1933, aus Königsberg, Steffeckstraße 1. Wo befinden sich die
Nachbarn Braese und Frau Anna Schulz? Wer weiß, dass Frau Scharfenorth
mit ihrer Tochter Inge Ende Dezember 1944 aus Königsberg geflüchtet
ist und in Bartenstein von ihrer Tochter getrennt wurde?

Gerhard Langfort, geb. 20.12.1921, Unteroffizier und Flugzeugführer in
einer Fliegerkampfstaffel, die in Sudauen stationiert war, Feldpostnr.
L 51 064 Kgb., wohnhaft gewesen in Königsberg, Weberstraße 15. Am
26.07. ist er im Raume südlich von Kauen am Njemen als vermisst
gemeldet.

Gesucht werden nachstehend aufgeführte Landsleute aus Königsberg:
1.      Anna Denk, Kaplanstraße 16
2.      Maria Menk, Marienhofer Weg 5, zuletzt Flüchtlingslager Röntoed,
Frederikshavn, Dänemark, Bar. 6, Zim 4
3.      Edith Willert
4.      Hildegard Roddek, Liep. Troppauer Weg 29
5.      Anny Bannuscher, Grünhofer Weg 9
6.      Anna Kossack, Sternwartstraße 20
7.      Frieda Renk, Krausallee 29 – Stägemannstraße 57

Ferner werden gesucht:
Wilhelmine Grunwald, Königsberg-Speichersdorf
Frau Prildath, Königsberg-Jerusalem
Frau Weinreich, Königsberg-Rosenau

Ferner:
1.      Emil Katluhn, geb. 16.01.1913, wohnhaft gewesen im Kreise Gumbinnen
2.      Frau Charlotte Katluhn, geb. Hinz, geb. 24.03.1918, aus Gumbinnen,
frühere Adolf-Hitler-Straße 33
3.      Frau Berta Sarunski, verw. Kabbick, geb. Wirbals, etwa 65 Jahre
alt, wohnhaft gewesen in Bienendorf, Kreis Labiau
4.      Frau Marta Sziedat, geb. Kabbick, mit drei Kindern, aus
Liebenfelde, Kreis Labiau.
Auskunft wird erbeten über Verbleib oder Schicksal der Eheleute
Hermann Schirrmann, geb. 22.08.1882, von Beruf: Schmiedemeister, und
Frau Klara Schirrmann, geb. Wolteck, geb. 05.01.1888, und deren
Kinder: Hermann, geb. 30.03.1914, Maria, geb. 20.08.1912 und Gertrudt,
geb. 07.02.1921, alle zuletzt wohnhaft Tapiau, Kreis Wehlau,
Deimestraße 2

Wo sind Angehörige eines Jungen, der im Jahre 1947 etwa zwei bis drei
Jahre alt war, sich Günter Rem nannte und sagte, er käme aus Kerbchen?
Weiterhin sprach er von einer Tante Strutschke, von seiner
verstorbenen Mutter, von seinem Vater, der Soldat war und von einem
älteren Bruder Reiner. Als besondere Merkmale des Kindes werden
angegeben: Haarfarbe: blond, Augenfarbe: blau, ging etwas
zusammengekrümmt und zog den Kopf ein.

Gesucht wird Eddo Brandes und Frau Felicitas, Rittergut Althof bei Insterburg.

Wer kann Auskunft erteilen über den Verbleib oder das Schicksal des
Kindes Christel Reh (kann sich evtl. auch Christel Mara nennen), geb.
21.12.1939, aus Cranz, Kirchenstraße 33, zuletzt im Waisenhaus
Pobethen gewesen.

Gesucht werden Schmiedemeister Friedrich Freundt, Angerburg.
Schmiedemeister Franz Freundt, Angerburg, Freiheitsstraße 3. Robert
Schutter, Loecknick, Kreis Gerdauen und Angehörige des August
Salewsky, zuletzt wohnhaft gewesen in Berlin.

Kurt Lembert, wohnhaft gewesen in Königsberg-Moditten, der jetzt aus
Russland heimgekehrt ist, sucht Frau Anna Albers, die in
Schleswig-Holstein wohnen soll. Frau Albers soll die Ehefrau Elisabeth
Lembert, geb. Bussas, geb. 12.12.1910, im Krankenhaus der
Barmherzigkeit in Königsberg, im Dezember 1945 besucht und berichtet
haben, dass diese dort verstorben ist und die drei Töchter ins
Waisenhaus gekommen sind.

Wir suchen Frau Erna Buchhorn, geb. Messetat, aus Königsberg,
Ponarther Straße 25. Frau Buchhorn ist am 27.01.1945 aus Königsberg
geflüchtet und hat später noch einmal aus Danzig geschrieben.

Die Eheleute Gutsbesitzer Bark und Tochter Magda aus Molthainen, Kreis
Gerdauen

Frau Lydia Behrend, geb. Kühn, jetzt etwa 31 Jahre alt. Ehefrau des am
18.09.1942 in Russland gefallenen Artur Behrend, zuletzt wohnhaft bei
ihren Eltern, Kaufmann Leopold Kühn in Sichelberg, Markt 2
(Südostpreußen).

Unteroffz. August Duscha aus Kunchengut, Kreis Osterode, letzte
Feldpostnr. 20 008 H oder E, zuletzt gesehen Anfang Februar 1945 in
Gotenhafen.

Familie Lange aus Braunsberg, Blücherstraße 4

Emil Papendick, geb. 08.11.1908, Feldpostnr. 25 017 E, Emma Rosenthal
mit Kind Winfried, und Arthur Feege aus Insterburg,
Heeresverpflegungsmat

Adolf Gritzkewitz, wohnhaft gewesen in Schakenhof, Kreis Gerdauen

Frau Lehmann, etwa 50 Jahre alt, aus Allenstein, Johannisburger
Straße. Die Mutter von Frau Lehmann wohnte in einem Dorfe etwa acht km
von Allenstein entfernt.

Die Eheleute Rudolf Arndt, geb. am 24.10.1875, Schneidermeister, und
Frau Marie, geb. Pirr, geb. 13.01.1882, aus Heiligenbeil, Große
Kirchenstraße 1/2. Beide wurden auf der Flucht am 11.03.1945 in
Karthaus bei Danzig von den Russen gefangengenommen.

Bestätigungen

Wer kann bestätigen, dass Adolf Dames, geb. 29.04.1911 in Osterode,
Friedrichstraße 10, ein Fotoatelier mit Handlung gehabt hat und 1939
seine Meisterprüfung abgelegt hat?

Der Postschaffner Karl May sucht ehemalige Kollegen, die seine
Tätigkeit beim Postamt 5 in Königsberg – Stelle D – bestätigen können.

Es werden Zeugen gesucht, die dem Maschinenputzer und Heizer Karl
Jäger, geb. 15.04.1894, bestätigen können, dass er om 06.01.1926 bis
06.04.1945 beim Städt. Schlachthof in Königsberg-Rosenau beschäftigt
gewesen ist.

Es werden Landsleute gesucht, die bestätigen können, dass Fritz
Bartsch, geb. 09.09.1898 aus Königsberg, im Bierverlag Winkelmann, im
Hotel »Deutsches Haus«, in der Konditorei Schwermer, in der
Schloßkonditorei, im Alhambra-Café und beim Luftgau-Kommando I –
Bauleitung Gutenfeld – tätig gewesen ist.

Wo befinden sich ORR Mertins?