Kirchspiel Grunau Alt-Passarge

Eine Sammlung von Dokumenten, Aufzeichnungen und Daten für das Kirchspiel Grunau Alt-Passarge aus dem Nachlass der Ahnenforscherin Karin Rauschning

Namensliste aus der Datenbank Kirchspiel Grunau Alt-Passare (z. Zt. 4054 Datensätze online)

Namen mit A, B, C
Adamen, Adolphs, Andres, Apsel, Armborst, Arndt, Aust / Augst

Bach, Backowski, Bancke, Banduhn, Barteck, Bartel, Bartelt, Bartsch, Bastian, Baudier?, Baumgart / Baumgardt, Behrendt, Behtke, Belgardt, Berg, Berlin, Bewernick / Bewernik, Beyer, Biemann, Bingen, Birth, Blee, Block, Blödhorn, Blöß, Bludau, Bluhm, Blumenthal, Bobeth, Boborofski, Bock, Bockwolt, Bocskau / Boeskas, Bohl, Bohle, Böhm, Böhnke / Behnke, Boltz, Borken, Bosniatzin, Böttcher, Brachmann, Brasch / Braasch, Braun, Brausewetter, Brembert, Bremer, Breßlaw, Brettschneider, Breuer, Brockmann, Brokowski / Brokowsckin, Broosch, Brose, Bruchmann, Buchherz / Buchharz, Buchholtz / Buchholz, Buchwald, Budnick, Budzinski, Burckhard, Busse

Christian, Christow / Christoph, Colberg, Conzelmann, Cordech, Cords, Cramer, Crüger
Namen mit D, E, F
Damerau, Dämmer / Demmer, Dannenberg / Danneberg, David, Dehler, Demand, Dittrich / Dietrich, Dobzinski, Dombrowski, Domnowski, Döpner, Dornbusch, Dörsam, Drawert, Draws, Drechsler, Dreese, Drews, Dube, Dujat, Düring, Dyga

Ebler, Eckloff, Ehbertin, Ehlert, Eichholtz, Eisenberger, Eisenblätter / Eysenblätter, Emauss, Engel, Engelfried?, Engelhardt, Etienne, Ewert / Ehwert

Fahrendorff, Falck, Falken, Fassbinder, Ferber, Feschrer, Fetter, Feyerabend, Fidler, Fincken, Fischer, Fleischer, Fotel, Freisner, Frentze, Frentzel, Freudenreich, Freudenthal / Freydenthal, Freywaldt, Fritsch / Fritsche, Fritz, Froese, Fröhling, Frösch, Frost, Fuchs, Fuhge, Fuhrmann, Funk
Namen mit G, H, I
Gassert / Gaßert, Gätter, Gauda, Gehrke, Gehrmann, Geier, Gerlach, Gertzken, Gnaper, Gnas,Goetz, Gordauen, Görich, Gottesteuer, Grabe / Graab, Grackoffsky, Gritschun?, Groneberg / Grunenberg, Gronert, Groß, Großmann, Grube, Grunau / Gronau, Günther

Haas / Hase, Haberland, Hagen, Hahn / Hahnke / Hanke, Hamann / Hammann, Handtcke,Hanneman, Hantel, Harbach, Hardenick, Harder, Hardt, Harke, Hartwich, Hasenpusch / Hasepusch, Hasselberg, Haupt, Haweman, Heckmann, Heimann, Hein / Heyn, Heinendorff, Hellwig, Hempel, Hennig, Henske, Hermann, Hermsdorf, Herpel, Herrenkind, Herzberg, Heske, Heß / Hesse, Hess / Heß / Hesse, Heydendorff / Heidendorf, Heydmannm Heyes, Hilgendorf,Hill / Hüll, Hillbrand, Hintzke / Hintzcke / Hinßke, Hintzmann, Hippler, Hoch, Hoel, Hoepfner / Höpner, Hoffmann, Holtz, Holtzinger,Homberger, Hönig, Hopper, Hoppermann, Horn, Hotzen, Howe, Hube, Hubert, Hubleeder, Hülse, Hülsmann
Namen mit J, K, L
Janke, Jannisch, Janzon, Jehakaudert?, Judel

Kahl, Kahlhorn, Kahn, Kail, Kaisers, Kalske, Kanschwitz, Kantel, Karaus, Karnick, Kaul / Kraul, Keese, Kennert, Kessler, Kinder, Kinske, Kirschbaum, Kirschste?, Kirzock, Klan, Klang, Klebs, Klein, Klopper, Kloßofsky, Kloth, Klotzcke / Klotzke, Knipp, Knob, Knobbe, Knoblauch, Knöchel, Knorr, Kohn, Kölwel, Konert, König, Konike, Kossien, Kowski, Kramer, Krause / Krauß, Krebs, Kreisig / Kreysig, Krenz, Kretschmann, Kretz, Kreutz / Kreuz, Kroll, Kroll, Kroschewski, Kroß, Krumm, Kübler, Kuchenbecker, Kuhn, Kühn, Kuhndt, Kuhr, Kummen, Kurau, Kutschke

Lamshöft, Lancku / lanckau / Lankau / Lomkau, Lang / Lange / Langner, Lappe, Lask, Lass / Laß, Last, Lau / Laue, Laudien, Lauk, Laws, Laxdehn / Lexdehn, Lehmann, Lehnhardt, Lemcke, Lenck, Lengnick, Lentz, Leonhard / Leonhardy, Lettau, Leweck, Liedtke, Lietz, Likczewitz, Lilienthal, Lindemann, Lindenau, Lindner, Link, Lissek, List, Lobbien / Lobien, Loeffcke, Loest, Lorentz, Lösch, Lube, Lüders, Ludwig, Lütcke, Lydke
Name mit M, N, O
Maaß, Magen, Mahlbrandt / Mallbrant / Malbrandt, Maibaum / Meybohm, Majewski, Margenfeld, Marienburg, Marienberg, Margenberg, Margenburg, Merjenberg, Marienfeld, Marjewski, Marquardt, Marten, Marthen, Matern / Mattern, Mattickm, Mattke, Mehlbach, Meier / Meyer, Messing?, Mey, Michalski, Michelis, Mikolaiczyk, Mintel, Mischel, Mohr,Moldenhauer, Möller, Mond, Mück, Mühlke, Mührwald / Mierwald, Müller, Müntel, Muschaike, Muselewski

Napiewetzky / Napowitzcky / Natzwitzcke, Naß / Nass / Nahs, Neelsen, Nehm, Nehrke, Neithardt, Nenke, Neubert, Neulersch, Neumann, Nichau, Nieswand, Nitschkowski, Nörenberg

Oehm, Öhlert, Ohm, Ostermeier, Ott, Otto,
Name mit P, Q, R
Passarge, Pastrzig, Patschke / Paschke, Pauls, Peliekan / Pelikan / Pöhlkahn, Perlich, Perschke, Peter, Philipp, Pigetzki / Piyezki, Pilger, Plaumann, Podlech / Pudlech / Podlach, Pohl, Politt / Polick, Poschke, Posniack, Poßowen, Pottel, Prang, Pratzke, Preiß / Preuß, Prember, Pressel, Pries, Protmann, Protzcke, Putkamers

Quergen

Radau / Raadau, Radder, Rade / Radtke, Raseland, Rauscher, Rautenberg, Redder, Reddig / Rettig, Reeder, Reh, Rehberg / Reheberg, Rehfeld, Reich, Reichert, Reimann, Reinhart, Reiser, Reitzckin, Remse, Renkel, Rentel, Reschetzki, Richard, Richert, Ricken, Ridder, Riediger, Riemann, Ritter, Rochel, Rodloff, Roeder, Rohde, Rohwetter, Romahn, Rombusch, Röpnack, Roschetzki, Rösenick, Roski, Rostach, Ruhnau, Ruhnt, Ruth
Namen mit S, T, U
Sack, Sacklowski, Sahmel, Sahwel, Sanden, Saraus, Sauerhering, Saunar, Sawatzky, Schaak, Schackau, Schäfer, Scharfschwerdt, Scharten, Scheltz, Schemmerling, Schick, Schiek, Schimmelpfennig, Schirmacher, Schirwing, Schlüter, Schmerberg, Schmerl, Schmidtke, Schönemann, Schönfeld, Schönhoff, Schoppenhauer, Schött / Schoetke, Schrade, Schreiber, Schreier, Schröder / Schröter, Schröth, Schulz, Schumann, Schütten, Schützen, Schwalbe, Schwanke, Schwark, Schwarz, Schwenk, Schwill, Seddig, Seek, Seelauck, Seydler, Siebert, Siedler, Simpson, Sobilth, Söcknick, Sonnenstuhl, Soringer, Sozepanski, Speer, Spieß, Spreen, Stange, Stanke, Stanull, Stegmann, Stein, Stenzel, Steppke, Steppuhn, Stermann, Stern, Stienke, Stolterfoth, Stoltz, Struwe, Suckau

Täubert / Teubert, Taulin, Teichmann, Teilmann, Terner, Teschner, Tetzlaff, Teuchert, Thal, Tharten, Theodor, Thewes, Thiel, Thietchowski, Thimm, Thurau / Tyraw, Tiede, Tiedemann, Tiedtke, Tobias, Tobjinski, Toerellen, Tolkmitt, Tolksdorf / Tolcksdorf, Toppenhauer, Tostach, Treppenhauer / Treppenahus, Treptow, Trutenau, Trutzky, Tuschke

Ubländer, Unruh
Namen mit V, W, Z
Valtin / Valentin, Venohr, Vogel, Volkmann, von Brandt, von Buttlar, von Hollwede / von Hallwedel, von Ostau, von Prembock, von Siegfried, von Stuttenheim, von Truchseß, von Weysel, Vorrath, Voß

Wald..?rohde, Wedke / Wethcke / Wedtke, Wegel / Weegel, Wegner, Wehringer, Weide, Weinberger, Weiselowski / Weslowsky, Wenitzke, Wenzel, Wermke, Werner, Wesemann, Wetterban, Wetzker, Wichmann, Widder, Wiechert, Wiede, Wiedner, Wiek / Wick, Wienrich, Wikinger, Wilck, Wildermann, Wilhelm, Will / Willen, Witschke, Witt, Witte / Witten / Witter, Wittich, Witzakowski / Witzelkowski, Wnuck, Woike, Wolgefarth, Wölk / Wilke, Wottke, Woydak, Woydeck, Wrede, Wulf

Zander, Zantopp, Zentner, Zielaske / Zielosko, Zielke, Ziener, Zimmermann, Zurgel

Kirchspiel Grunau-Alt Passarge - Datenbank

Zum Kirchspiel Grunau Alt-Passarge(1331) Königlich, 844 Seelen., 2 Schulen =*, 2 L - 2400 M G, 75,37,28 ha - 13100 M PfWB - Post- und Bahnstrecke Heiligenbeil 5 km
Zu den Orten gehören: *Grunau, Gerlachsdorf, Hammersdorf mit Einsiedel, Neudamerau, Radau, *Rossen mit Helenenhof, Ruhnenberg (zu Schettnienen gehörig), Streitswalde, Vorderwalde, Wachtbude F.

Alt Passarge: Amtsbezirk: Rossen, Amtsvorsteher: Engels, Alt-Passarge, Gemeindevorsteher: Rudolf Sobke, Kirchspiel: Alt-Passarge, Landjägeramt: Heiligenbeil, Postanstalt: Braunsberg. S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926

Ab 1721 hatte Alt-Passarge eigene Kirchenbücher. Die Bücher von 1721–1845 sind verschollen. Da die Bücher ab 1846 mit einer hohen Seitenzahl beginnen, wird vermutet das der Rest verbrannt oder herausgerissen wurden.

Aufzeichnungen aus dem Kirchspiel Grunau Alt-Passarge

1
Die Krüge des Amtes Balga
In Alt Passarge ist der Krug durch den Hochmeister Winrich von Kniprode gegründet worden. Die Urkunde ist 1394 erneuert worden. Er erhielt den Krug, einen Acker und 9 Morgen Wiese. Er hatte freie Holzung und Viehweide. Dafür aber jährlich 5 Mark und 6 Skot zu zinsen. Er uns seine Erben sollen mit keinem Kruge überbaut werden, d.h. es sollte kein zweiter Krug eröffnet werden

Einwohner von Alt-Passarge im Kreis Heiligenbeil 1926

Familienname mit A bis M
VN NN in Alt Passarge 1.vo rechte Spalte S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Emil Audörsch, Molkereibesitzer in Alt Passarge (Ki: 1. EUGEN Emil Heinrich *18.8.1906 in Zell oo 9.11.1934 FRIEDA Martha Schött / 2. VN LUISE ca.*1908 oo 18.7.1932 MAX Gotthilf Artischewski) S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Eduard Anders, Schiffszimmermann in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Friedrich Andres, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Franz Baltrusch, Händler in Alt Passarge + S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Elisabeth Behrend, Witwe in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Engels, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Richard Engels, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Fritz Fägenstädt, Gastwirt in Alt Passarge (Vorgänger von Richard Parodat) S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Benno Fiehn, Förster (Wachbude) in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Johann Freitag, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Freitag I, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Freitag II, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Johann Gerwien, Fischmeister in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Martin Gröning, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
VN Harnack, Eigenkätner-Witwe in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottlieb Harnack, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Harnack, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Adolf Hamann, Seefahrer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
August Kahlhorn, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Albert Kinder, Maurer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Friedrich Kirschnick, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Julius Klein, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Elisabeth Kohnert, Besitzerin in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
August Kohnert (*2.4.1858 +2.2.1936 AP), Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Kohnert I, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Kohnert II, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Martin Kohnert Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Rudolf Kohnert, Fischerwirt in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Kohnert, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Korn, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Johann Korn, Eigenkätner in Alt Passarge (oo Justine) S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottlieb Kossack, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Klewer, Kantor in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Joseph Laws, Fischer, ca.*1905 + in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Wilhelm Lettau, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Johann Lettkemann, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Lettkemann, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Ferdinand Mallien, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Johann Mallien, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Mallien I, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Mallien II, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926

.

Familienname mit N bis Z
Karl Nebel, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
August Pohl, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Elisabeth Rohde, Eigenkätnerin in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Justine Rohde, Witwe in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottlieb Rohde, Fischer, in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gustav Rohde, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Rudolf Sobke, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Auguste Schier *14.7.1877, Eigenkätnerwitwe in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Pauline Schmidt, Arbeiterin in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
August Schmidt, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Schmidt I., Arbeiter in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Schmidt II, Eigenkätner in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Stegmann, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Fritz Sonnenborn, Arbeiter in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Schött IV, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Schött V, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Schött, Fischer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottlieb Schött, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Schött I, Besitzer in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Karl Schött II, Besitzer, in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Ludwig Schwarz, Schuhmacher in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Rudolf Wellm, Fischer, in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926
Gottfried Winkler, Arbeiter in Alt Passarge S59 Adreßbuch Kreis Heiligenbeil 1926

Einwohner Alt-Passarge 1945

kaethnerhaeuser-alt-passarge

Die Reihe der Käthnerhäuser in Alt-Passarge (=Kaldau)

Die Geschichte der Schule in Alt Passarge
E.J. Guttzeit

Die Quellen zur Geschichte der Schule in Alt Passarge bilden in der Hauptsache die Kirchenbücher, Kirchenrechnungen und einige Akten des Pfarrarchivs in Grunau.
Im Jahre 1643 wird der paedotriba (Knabenerzieher) Ananias Backstroh in Alt Passarge erwähnt, er ließ in diesem Jahre am 19. April sein Söhnlein Christian taufen. In der Zeit von 1655 bis 1658 wird der „Schulmeister“ Melchior Roller genannt, aber dann scheint sich bis 1667 keine Person mehr der Erziehung der Jugend angenommen zu haben. Dies war wohl der Grund, daß die Revisoren der Kirche Grunau am 3.10.1667 einen Erlaß herausgaben, der für die spätere Erziehung der Jugend von Wichtigkeit wurde. Die Verfasser der „Verabschiedung“ erkannten mit scharfem Blick, was ihrer Zeit not war und waren deshalb darauf bedacht,

nicht nur Schulen zu gründen, sondern deren Betrieb auch dauernd sicherzustellen.

So sollte denn eine Schule in Alt Passarge eingerichtet werden. In der „Verabschiedung“ heißt es:
„Weil aber bis hero zu passarie kein ordentlicher Schulmeister gehalten worden, alsß ist daselbst ein Schulmeister bestellet undt ihm folgender unterhalt verordnet, nemblich von den passargischen Kirchenmitteln viertzig m (Mark) Besoldung, auch haben die passariger sich erbotten, weil sie ihm kein Getreidich, wie sonsten bei andern Kirch-Schulen gebräuchlich, geben können, an Stat dessen dreißig m (Mark). aus der gentzen Gemeine zu erlegen, wie auch zwei füder hey (Heu) undt die Calende an fischen nach freyem willen zu geben, noch soll er von jedem Kind, so zur Schul gehalten wirdt, wochentlich anderthalb gr (Groschen) undt alle accidentien gleich wie vor dem solche der zu Grunaw genossen haben. Auch wollen die Einwohner ihm jährlich fünfzehn Fuder Brennholtz, so gut als sie es haben können führen, einen Küchgarten (Gemüsegarten) schaffen undt sobald sie es vermögen, ein Schulgebäud anschaffen, damit also ein Schulmeister des Orts seinen Aufenthalt völlig haben könne, ja dessen sind sie schuldig, ihm freye wohnung zu verschaffen, damit er in fleißiger Unterrichtung der Jugend undt anderer Versehung seines Ambtes nicht gehindert und abgehalten werde.“

Diese wichtige Verabschiedung unterzeichneten der Oberstleutnant Achatius von Brandt und der Kurfürstliche Burggraf zu Karben, Johann Simon Mühlich. Gemäß dieser Verfügung wurde noch im Herbst des Jahres 1667 ein Haus in Alt Passarge als Schulhaus erworben, für das, da es ziemlich schadhaft gewesen zu sein scheint, neue Fenster beschafft werden mussten. Dies erste Schulhaus war aber nur ein Notbehelf. Nachdem man 1673 die Vorbereitungen getroffen hatte, begann man 1674 mit dem

Bau eines neuen Schulhauses,

der bis 1676 gedauert hat. In diesem Jahre errichtete man ein Stallgebäude und deckte es mit Stroh. Man irrt aber, wenn man nun annimmt, daß der Neubau für lange Zeit vorgehalten hat. Er muß recht schlecht ausgeführt worden sein, denn fast jedes Jahr mussten – wie die Kirchenrechnungen beweisen – Reparaturen und Neuanschaffungen erfolgen. Im Jahre 1711 mußte sogar eine derartig umfangreiche Reparatur vorgenommen werden, daß sie einem Neubau gleich kam. Das Amt Balga als Aufsichtsbehörde tadelt dabei, daß dieser Bau nicht angezeigt, auch keine Bestätigung dazu eingeholt worden ist. Aber auch nach dieser Zeit blieben bis 1723 größere und kleinere Reparaturen erforderlich.
In jener Zeit besaß die Schule folgendes Inventar: 1 Tisch mit Schublade und Schloß daran in der großen Stube, 1 kleiner Tisch in der kleinen Stube, 2 Lehnstühle, 2 Lehnbänke, 3 Bänke an den Wänden.
Da ereignete sich zur Zeit des Präzentors Gottfried Vorrath das Unglück,

daß die Schule am 27. Mai 1723 gänzlich abbrannte.

Was der Lehrer von seinem Eigentum gerettet hat, wissen wir nicht. Das Inventar der Schule bestand nach dem Brande nur noch aus „1 lange Tafel und 1 gedoppelte Bänk vor die Schulkinder“.
Von nun ab fehlen leider für lange Zeit zuverlässige Nachrichten, da die Kirchenrechnungen von 1723 bis 1745 abhanden gekommen sind. Wir wissen deshalb nichts Genaues über das nach 1723 errichtete Schulgebäude. Man scheint eine alte Bauernkate gekauft zu haben, die in seiner Weise den bescheidenen Ansprüchen des Lehrers noch denen der Zahl der Kinder genügt hat. In der Continuation in dem Kirchspiel Grunau vom 11. Juni 1738 heißt es deshalb:

„Die 4te Schule ist in dem Königl. Filial Kirchdorff Passarie neu zu erbauen, weil das alte Schulhaus ganz verfaulet und nicht groß genug ist, die Anzahl der Kinder aufzunehmen, maßen es nur eine kleine BauernKathe, so vor einigen Jahren, nachdem das hiesige Schulhauß inb Feuer aufgegangen, dazu erertauffet worden. Das Bauholtz ist auf die Copornsche Heyde zu assigniren“ (anzuweisen).“

Dieser Neubau ist nun 1739 ausgeführt worden, so daß mit Ende dieses Jahres der Organist Gottfried Vorrath wieder ein ordentliches Schulgebäude beziehen konnte. Leider hat es auch nur bis 1752 seiner Bestimmung gedienst. Denn am 20. August 1752 zündete der Blitz eine Kate in Neu Passarge an, das Feuer Sprang nach Alt Passarge über und
äscherte das ganze Dorf mit Kirche und Schule innerhalb von kaum zwei Stunden ein. Nur zwei kleine Insthäuser blieben stehen. Bei der damaligen Langsamkeit einerseits und der Not und Armut der Bewohner andererseits war nicht daran zu denken, die Schule sofort wieder aufzubauen. So musste denn der Lehrer Geisler für 2 ¼ Jahre nach Vogelsang gehen, um dort den Unterricht zu erteilen.
Ende 1754 kehrte er nach Alt Passarge zurück, denn inzwischen war notdürftig eine neue Schule eingerichtet worden. Diese diente von 1754 bis 1757 auch als Gotteshaus, da die Kirche erst am 21., Sonntag nach Trinitatis 1757 eingeweiht werden konnte. Aber auch diese Schule stand nur etwa 20 Jahre, denn

am 14. November 1774 brannten Schule und Kirche wieder ab.

Ein Flugfeuer, das bei stark wehendem Winde von einem anderen brennenden Gebäude auf Kirche und Schule übertragen wurde, war die Ursache. Es konnte so gut wie nichts gerettet werden. Was nützte es, daß man allenthalben über die schnelle Folge der Brände die Aufsehen erregten, sprach. Es musste von neuem ein Schulhaus gebaut werden. Die Gemeinde war aber arm, und so musste sich die Regierung entschließen, fast sämtliche Kosten allein zu übernehmen. Sie betrugen nach Fertigstellung der Gebäude im Dezember 1776 226 Taler 29 Groschen. Das Inventar der Schule bestand – wie nach dem Brande von 1723 – aus einer großen schwarzen Tafel und zwei Bänken.
Es ist verständlich, daß bei der notgedrungenen Eile der Wiederherstellung und den verhältnismäßig geringen Mitteln, die angewendet werden konnten, der ganze Neubau nicht besonders dauerhaft sein konnte. Jahr für Jahr mussten Reparaturen durchgeführt werden, und im Jahre 1807 wurde eine Hauptreparatur vorgenommen. Fortan wieder und wieder von der Armut der Bewohner Alt Passarges die Rede. Wenn man an die Folgendes Unglücklichen Krieges denkt, wird man verstehen, daß auch die Fischerdörfer unter ihnen zu leiden hatten. Es darf deshalb nicht Wunder nehmen, wenn die Gemeinde Alt Passarge sich stets weigerte, irgend welche Kosten für die Schule zu übernehmen. Da die Seelenzahl der Gemeinde seit 1820 erheblich gestiegen war, legte die Regierung im November 1834 der Gemeinde nahe, statt der einen zwei Schulklassen einzurichten. Hiergegen erhob jedoch das ganze Dorf aus Furcht vor den kommenden Kosten Einspruch.

Nach langen Verhandlungen kam es dann im Jahre 1846 zum Bau eines neuen Schulhauses mit zwei Klassen.
Sämtliche Baukosten übernahm der Staat. Dies Gebäude steht nach einigen Umbauten und Reparaturen noch heute (17.1.1939) da und macht besonders nach der letzten Erneuerung einen schmucken Eindruck.
Die zweite Schulstelle hat jedoch nur etwa von den neunziger Jahren bis zum 1. November 1923 bestanden. Ihr Eingehen war durch die geringe Schülerzahl bedingt. Wenn wir von den ersten beiden Lehrern (Backstroh und Roller absehen, die vor dem eigentlichen ..dungsjahr 1667 unterrichtet haben, so ergibt sich folgende Reihe von Lehrern und Organisten der Schule Alt Passarge:

1. Georg Klarke wird in der Kirchenrechnung von 1666/67 genannt als der gewesene Schulmeister, er musste für Verachtung des Herrn Ministerij eine Strafe von 20 Mark 15 Schilling zahlen. Klarke scheint nach seiner Entlassung nach Hammersdorf gezogen sein, dort lebte er noch 1680 als Instmann.
2. Ludwig Willdag 1668 – 1671. Er trat sein Amt etwa im Mai 1668 an und amtierte bis Martini 1671.
3. Peter Reisemann 1671 – 1686, er verzog.
4. Peter Willert, Martini 1686 – Ostern 1689
5. Peter Gehrmann Ostern 1689 – Herbst 1689
6. Heinrich Rehberg, 1. Oktober 1689 – 1710. Er starb an der Pest und wurde am 7.9.1710 begraben, ebenso sein Sohn
7. Friedrich Rehberg starb an der Pest.Er wurde am 23.9.1710 begraben.
8. Gottfried Vorrath, 1710 – 1746. Er oo 25.11.1711 in Grunau die Tochter des Wildnisbereiters Friedrich Schulz. Vorrath +16.3.1746 und wurde am 18. März in der Kirche Alt Passarge begraben.
9. Christian Gottlieb Geisler, 1746 – 1778. Von 1752 bis 1754 amtierte er in Vogelsang. Er + 23.5.1778 in Alt Passarge und wurde +28. Mai. begraben. Sein Grabstein liegt noch heute vor dem Altar der Kirche.
10. Johann Gottfried Klooß 1778 – 1784. Er +30.1.1784 und wurde #8. Februar im Alter von 49 Jahren bestattet.

11. Johann Gottlieb Neelsen 1784 – 1801. Er *1765 als Sohn eines Präzentors, kam von Rossen nach Alt Passarge und zog nach seiner Zurruhesetzung
fort. 12. Christian Gottlieb Lenck, 8.11.1801 – 1831. Er + 16.4.1831 und wurde # 22. April.
13. Friedrich Wilhelm Heckmann, 1831 – 1843. Er wurde im Juli 1843 nach Rossen berufen.
14. Karl Tobias 17.7.1843 – 1.4.1849.
15. Friedrich Ludwig Theodor Laupichler 1.4.1849 – 1851. Er zog am 1.6.1851 nach Mudzen.
16. Wilhelm Leopold Zenke 1.6.1851 – 1858. Er zog am 20.4.1858 nach Gallingen.
17. Johann Benjamin Kurz 21.4.1858 – 1.3.1864.
18. Ferdinand Schmidt 1.3.1864 – 20.5.1890.
19. Theodor Herrmann 1.10.1890 – etwa 1895.

Nach dieser Zeit haben mehrere Lehrer und Organisten in Alt Passarge amtiert, deren genaue Amtszeit nicht bekannt ist.

20. Max Krispien, der am 27.11.18#934 mit seiner Gattin in Königsberg seine goldene Hochzeit feiern konnte, war von etwa 1895 bis etwa 1902 in Alt Passarge.
21. Walter Gemlau kam am 1.6.1911 nach Alt Passarge.
22. Walter Budzinski, der spätere Kantor in Grunau, jetzt Lehrer in Königsberg, amtierte von 1919 – 1922.
23. Sen Nachfolger war Felix Hübner.
24. Seit 1928 hat das Lehrer- und Organistenamt Willi Klewer inne.

Volksschule Alt-Passarge Im Jahre 1929

Hochwasser in und um Alt Passarge
Horst Kinder, Alt Passarge Hb Hbl 51 2006

Das Mündungsgebiet der Passarge war vor Gründung des Dorfes Alt Passarge ein großes Delta mit mehreren Mündungsarmen. Diese ganze Landschaft zwischen Büsterwald, Rossen, Braunsberg, Gut Auhof, Gut Klenau und Gut Rosenort ist eine Flachküstenlandschaft. Bei Hochwasser durch starke Regenfälle, Schneeschmelze oder durch Eisgang traten in diesen Gebieten immer wieder große Überschwemmungen ein. Schon im 13. Jahrhundert bemühten sich die Bewohner in diesen Gebieten durch den Bau von Dämmen etwas gegen Hochwasser zu tun. Entlang der Passarge wurde von Braunsberg bis Alt Passarge bzw. Neu Passarge ein Damm gebaut, somit wurde Hochwasser, welches die Passarge führte, im Flussbett in vielen Fällen gehalten. Über die Mündungsarme von Ruhne, Ry oder Tromp kam immer wieder Hochwasser über das Land und Dammbrüche gab es auch immer wieder.

Der Alt Passarger Gottlieb Schött hat von 1838 bis 1852 ein Tagebuch geführt, in welchem er unter anderem über ein Hochwasser schreibt:
“in dem unglücklichen Jahr 1843 wahr ein groscher neijahrs Sturm das unser dorf ganz zerstert wurde, in dem zukinftigen jahre 1844 war das selbe wasser im Sommer den 2. Juli so gross das die Passarge an unserer Grenz über lauft und unser felt ganz Beschwommen wahr. Das wasser stant 4 Wochen auf unserm Felde das geträde fül um die Kartoffeln verfaulten und es wurde eine grosse Theirung im jahr 1844. Als der frühlin heran kam da wurde von Seiten des Königs geträde und Kartoffeln gelüffert was bis jetzt noch nicht Bezahlt ist. Passarge den 4. April 1847.“
Der Passarge gang (Eisgang) 1846 machte einen groschen Schaden.die Passarge riss an unserer grenz durch und unsere 3 pläne besanten und daurauffiel ein sehr heisser Sommer ein das den 4. April ein schon hartes ungewitter wahr und wir bauten von 4 Schäffel gerst aussaht 8 wider und es brannte Alles auf unserem Plane im Jahre 1847.“

Im 19. Jahrhundert wurde der Alt Passarger Deichverband gegründet.
Der Deichhauptmann des Alt Passarger Deichverbandes erließ 1860 eine polizeiliche Vorschrift.

hochwasser-alt-passarge
Um Hochwasser aus den Entwässerungsgräben, hauptsächlich aus dem Flüsschen Ruhne, schneller in das Haff zu leiten, bemühte sich die Gemeinden Alt Passarge und der Deichverband in den Jahren 1888(1889 an der Ruhne ein Schöpfwerk zu bauen. Es wurde an das Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten im Januar 1889 Eingaben gemacht. Leider wurde diese Eingabe negativ beschieden, weil keine Mittel zur Verfügung standen. Das Schöpfwerk wurde dann 1890/91 doch erbaut, es ging 1891 in Betrieb. Von 1891 bis 1923 wurde das Schöpfwerk von Fritz Sonnenborn bedient. Ab 1925 bis 1945 war Eduard Kalhorn der Bedienende. Eine große Hochwassergefahr war jedes Jahr im Frühjahr das Tauwetter, wenn große Wassermassen abfließen mussten.

Das schwerste Hochwasser, welches im Mündungsgebiet der Passarge bekannt ist, war im Juli 1927. Emil Johannes guttzeit schreibt in unserem Kreisbuch zu diesem Hochwasser:
„Heiligenbeil wurde in der Nacht vom 11. bis 12. Juli 1927 von starken Gewittern und wolkenbruchartigen Regen überrascht. Am meisten bedroht war das Mündungsgebiet der Passarge. Das dort liegende Dorf Alt Passarge hatte schon in den früheren Jahren unter Überschwemmungen gelitten, denn hier sammelte sich das Wasser der Flüsse Passarge, Bewer uns sonstiger Bäche der höher gelegenen Gegenden. In den Jahren 1925 und 1926 baute man mit vielen Kosten einen Entwässerungskanal. Die Passarge und der Entwässerungskanal sind zu beiden Seiten mit Dämmen versehen. Als aber die riesigen Wassermassen am 12. Juli hierher kamen, konnt sie der Kanal nicht fassen. Wiesen und Äcker wurden überflutet und glichen einem großen See, der sich immer weiter über das Gebiet zwischen rechtem Passargedamm und linkem Kanaldamm ausbreitete. Sie stauten sich nun aber an dem gegen das Haff gezogenen Querdamm. Nur stellenweise blickten die Roggenähren über die Wasserfläche, denn das Wasser stieg und stieg und erreichte am 14. und 15. Juli den höchsten Stand. Trotz dreier Durchstiche durch die Dämme floß das Wasser in den nächsten Tagen nur langsam ab. Erschwert wurde die Katastrophe dadurch, daß unterhalb des Kanals drei große Durchlässe auf das Wiesengebiet führen, wo das elektrische Schöpfwerk steht. Das Schöpfwerk war jedoch durch Blitzschlag außer Betrieb. 750 ha Kulturland waren unter Wasser, fast die gesamte Kartoffel- und Getreideernte war vernichtet, auch ein großer Teil der Heu- und Grummeternte ist diesem Hochwasser zum Opfer gefallen.“

Aus meiner Erinnerung weiß ich noch, daß im Frühjahr 1942 auch eine Hochwassergefahr bestand. Ostpreußen hatte einen sehr harten Winter gehabt. Wir hatten Ende März noch eine Schneehöhe von ca. einem Meter und die Passarge war noch zugefroren. Das Eis hatte eine Stärke von ca. 50 cm. Auf Bitten der Bürgermeister von Alt und Neu Passarge kam dann ein Trupp Pioniere aus Königsberg für mehrere Tage in unser Dorf und sprengte das Eis der Passarge. Es wurden Löcher in das Eis gebohrt und in diese Bohrungen wurden Sprengladungen eingeführt – dann wurde gesprengt, und das Schmelzwasser konnte besser abfließen. Somit war die Hochwassergefahr im Frühjahr 1942 gebannt.

Vereinsleben im Kirchspiel Grunau Alt-Passarge

Passarge – Gau-Schützenfest 1931 – (Ansprache des Bürgermeisters Fanelsa) Nicht nur in den Städten unserer Heimat gab es Schützenvereine, sondern auch in den größeren Dörfern. Es waren stets schöne Festtage, an denen um die Königswürde gerungen und das Schützenfest gefeiert wurde. Es galt als hohe Ehre, König zu werden. Aber diese Würde war auch mit hohen Kosten verbunden, weil der König seine Schützen mit Essen und Trinken freihalten musste. Hier und da warnte deshalb manche Hausfrau ihren Mann vor zu guten Schüssen. Die Häufigkeit des Namens Schött führte zu der Redensart: "Ön Passarg schött et en alle Ecke" Eine der Frauen Schött gab nun ihrem Mann, als er sich zum Schützenfest rüstete, folgenden Rat: „Oawa dat segg öck die, Schött, wenn du schöttst, denn schöttst min ich önn de Schiew! “

 

Fahnenweihe


Hochzeit Alt-Passarge
Hochzeit Damerau
Hochzeit Wernick

1. Lisbeth Hill geb. Ewerlin
2. eine Arbeitskollegin
3. Charlotte Schött geb. Rohde (ihr Mann Wilhelm Schött war im Krieg!)
4. Irmgard Schött, Tochter von Nr. 3
5. Pauline Johanne Kinder geb. Kohnert
6. Albert rudolf Kinder
7. Frau Ziegenfuß geb. Kohnert, Schwester von Nr. 5
8. Ursel Kinder, Tochter von Nr.5 und 6
9. ??
10. Agnes Bartsch
11. Bruno Bartsch
12. Johanne Ewerlin, Mutter der Braut, ihr Mann war beim Volkssturm

13. Elli Johanna Ewerlin, die Braut
14. Wilhelm Alfons Wernick, der Bräutigam
15. Antonie Wernick
16. Max Wernick
17. Bernhard Schött, Sohn von Nr. 3
18. PP
19. Alfred Kinder, Sohn von Nr.5 und 6
20. Bruno Bartsch, Sohn von Nr. 10 und 11
21. Brigitte Hill
22. Waltraud Ewerlin (später oo Sütterlin)
23. Helmut Bartsch, Sohn von Nr. 10 und 11.

Volkssturm Kreis Heiligenbeil

Die Heimat ist unser Glück und unsere Freude, sie bleibt unsere Erinnerung und unsere Hoffnung.

E. J. Guttzeit

Lettkemann in Alt Passarge

Luedtkemann
(früher auch Luedtkemann bzw. ähnlich geschrieben)
Nach dem Alt-Passarger-Taufregister/Geburtenbuch:

Luedtkemann Anna, Regine getauft 1822
Luedtkemann Johann *03.03.1825 getauft am 20. März 1825
Seine Eltern waren der Instmann Gregor Luedtkemann und Anna Boettcher

Luedtkemann Martin getauft 1828

Luedtkemann Regine getauft 1833

Lettkemann Peter (24.12.1835 ?) *31.12.1835 getauft im Januar 1836

Der Knecht, Peter Lettkemann heiratet am 26.12.1860 in Alt-Passarge die aus Braunsberg stammende Luise, Dorothea Klotzke, geboren am 02.07.1832.

Bis jetzt ermittelte Kinder der vorgenannten Eheleute P. Lettkemann / L. D. Klotzke:
1. Johann *20.10.1860 in Alt-Passarge
Anmerkung: Das erste Kind, Johann wurde ca. 68 Tage vor der Trauung geboren
Als Taufpaten waren zugegen
David Harnack, Johann Schött, Frau Rhode

2. August *08.09.1862 gestorben am 24. Februar 1867 in Alt-Passarge

Weitere Daten, sihe Auszüge / Abschriften aus den Alt-Passarger Geburten-Trauungen- und Bestattungslisten.

Nachkommen der Sippe "Lettkemann" sind nach Bremerhaven und Büsum abgewandert.
Nachfragen bei den dortigen Standesämtern führten aus Datenschutzgründen bislang zu keinem Erfolg.
(Die Forschungen sind noch nicht abgeschlossen)

Stand: 17. Mai 2001
G. Schött
Nach dem Alt-Passarger Geburtenbuch
Nach dem Alt-Passarger-Geburtenbuch: August, Carl *01.03.1854 (Eltern: Johann Lettkemann + Anna, Regina Rentel)
Johann, Gustav *06.08.1856 (Eltern: Johann Lettkemann + Anna, Regina Rentel)
Carl, Heinrich *15.03.1859 (Eltern: Johann Lettkemann + Anna, Regina Rentel)
Johann *20.10.1860 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
August *08.09.1862 (Eltern Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Zwillinge:
Gottlieb *28.04.1863 (Eltern: Johann Lettkemann + Anna, Regina Rentel)
Anna, Regina *28.04.1863 (Eltern: Johann Lettkemann + Anna, Regina Rentel)
Luise *03.11.1864 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Gottfried *19.08.1867 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Gottfried *18. oder 28.12.1868 (Eltern: Johann Lettkemann + Wilhelmine Rentel)
Elisabeth *30.06.1870 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Carl, Gottlieb *11.06.1873 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Carl, Heinrich *20.11.1877 (Eltern: Peter Lettkemann + Luise, Dorothea Klotzke)
Carl, Johann *16.12.1882 (Eltern: Johann, Gustav Lettkemann + Justine Kalhorn)
Emilie, Wilhelmine *30.05.1883 (Eltern: Ausut Lettkemann + Regine Kohnert)
Gustav *27.11.1885 (Eltern: Johann, Gustav Lettkemann + Justine Kalhorn)
Henriette, Dorothea *09.10.1886 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Heinrich Gottfried *16.12.1886 (Unehelicher Sohn von Regine Lettkemann)
Gustav, Carl *11.12.1887 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Emilie, Elisabeth *23.11.1889 (Eltern: Johann, Gustav Lettkemann + Justine Kalhorn)
August, Ephraim *30.06.1890 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Carl, Gustav * 08.02.1892 (Unehelicher Sohn von Louise Lettkemann)
Wilhelmine, Johanne *27.02.1893 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Gottfried, David *20.08.1893 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Johanne, Elisabeth *04.11.1894 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Gottfried, Carl *16.08.1895 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Emilie, Wilhelmine *13.08.1896 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde) Eduard, Willy *22.01.1898 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Auguste, Elisabeth *23.01.1899 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Bertha Elisabeth *26.09.1899 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Wilhelm, August *26.11.1901 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Minna, Auguste *02.04.1903 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Rudolf, Emil *19.03.1905 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Wilhelm, Gottfried *13.10.1905 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Johanne, Wilhelmine *05.12.1906 (Eltern: Carl Lettkemann + Wilhelmine Hamann)
Pauline, Johanne *14.10.1907 (Eltern: Gottfried Lettkemann + Regine Rohde)
Nach dem Alt-Passarger Trauungsbuch
Nach dem Alt-Passarger-Trauungsbuch:

Es heirateten:
Johann Lettkemann 29 Jahre und Anna, Regina Rentel 25 Jahre (Eheschließung am: 29.10.1854)
(Anmerkung: Anna, Regina ist die erste Ehefrau von Johann Lettkemann)

Peter Lettkemann 25 Jahre und Luise, Dorothea Klotzke 28 Jahre (Eheschließung am 26.12.1860)
Johann Lettkemann 41 Jahre und Wilhelmine Rentel ca. 35 Jahre (Eheschließung am 09.12.1866)
(Anmerkung: Wilhelmine ist die zweite Ehefrau von Johann Lettkemann)
August Lettkemann 27 Jahre und Regine Kohnert 29 Jahre (Eheschließung am 22. und 23.10.1881)
Johann, Gustav Lettkemann 26 Jahre und Justine Kalhorn (Eheschließung am 21. und 22. 10.1882)
(Anna, Regine Justine ist die erste Ehefrau von Johann, Gustav Lettkemann)
Carl Lettkemann 26 Jahre und Wilhelmine Hamann 18 Jahre (Eheschließung am 17. und 18.10.1885)
Gottfried Lettkemann 24 Jahr und Regine Rohde 23 Jahre (Eheschließung am 22.05.1893

Nach dem 22. Mai 1893 bis ca. Anfang März 1945 fanden in Alt-Passarge keine kirchlichen Trauungen mehr mit männlichen Naamenstägern "Lettkemann" statt.

Nachtrag:
Carl, Heinrich Lettkemann und Auguste, Louise Reimann Eheschließung am 13.10.1901
(20.11.1877-16.03.1934) (25.07.1871-1905.1945)
Die Trauung fand in Leysuhnen statt, dort wohnten sie auch bis zuletzt.
Carl, Heinrich Lettkemann war der Sohn von Peter Lettkemann und Luise, Dorothea Klotzke aus Alt-Passarge.

Johann, Gustav Lettkemann muß nach dem Tod seiner ersten Ehefrau Anna, Regine, Justine Kalhorn (12.06.1854-11.05.1914) seine zweite Ehefrau Wilhelmine, Amalie, Auguste geb. Schött (01.07.1867-09.06.1936) nur standesamtlich geheiratet haben.
Diese zweite Ehe ist bislang urkundlich noch nicht belegt.
Die zweite Ehefrau war die Tochter des Fischerwirtes Gottfried Schött Nr. 2 und Wilhelmine geb. Schött gewesen.
Aufgrund des hohen Alter hatten die beiden in dieser zweiten Ehe, auch keine gmeinsamen Kinder mehr gehabt.
Johann, Gustav Lettkemann ging auch im März 1945 nicht mit auf die Flucht. Er soll im Sommer 1945 in Alt-Passarge verhungert oder von den Russen erschossen worden sein.
Nach dem Alt-Passarger Bestattungsbuch
Nach dem Alt-Passarger-Bestattungsburch:
Es verstarben:
Luedtkemann Gregor 67 Jahre am 12.01.1851 (Anmerkung: Ehefrau und 2 Söhne)
Luedtkemann Anna geb. Boettcher 65 Jahre am 13.02.1856 (Anmerkung: 2 Söhne)
Lettkemann Gottlieb 2 Monate, 17 Tage am 15.07.1863 (Sohn von Johann Lettkemann)
Lettkemann Regine geb. Rentel 38 Jahre, 3 Monate, 19 Tage am 16.08.18166 (Anmerkung: gestorben an Cholera)
(Sie hinterläßt ihren Ehemann Johann Lettkemann und ihre 4 Kinder)
Lettkemann Johann 5 Jahre, 10 Monate, 8 Tage am 28.08.1866 (Anmerkung: gestorben an Cholera)
(Er war der Sohn von PeterLettkemann und Luise, Dorothea Klotzke)
Lettkemann August 4 Jahre, 4 Monate, 15 Tage am 24.02.1867
(Er war der Sohn von Peter Lettkemann und Luise, Dorothea Klotzke)
Lettkemann Carl, Gottlieb 1 Jahr, 6 Monate (Nr.4) am 31.12.1874
(Er war der Sohn von Peter Lettkemann und Luise, Dorothea Klotzke)
Lettkemann Wilhelmine geb. Rentel 47 Jahre am 25.07.1879 (Anmerkung: Frau von Johann Lettkemann)
Lettkemann Henriette 16 Tage am 25.10.1886 (Anmerkung: Tochter von Carl Lettkemann)
Lettkemann Heinrich 1/2 Tage am 16.12.1886
(Sohn der bislang unverehelichten Regine Lettkemann)
Lettkemann Johann 62 Jahre am 03.07.1887
Lettkemann Johanne 1 Jahr, 6 Monate am 03.06.1896 (Anmerkung: Tochter von Gottfried Lettkemann)
Lettkemann Gottfried 2 Jahre, 9 Monate am 05.06.1896 (Anmerkung: Sohn von Gottfried Lettkemann)
Lettkemann Peter 66 Jahre, 9 Monate, 11 Tage am 05.10.1902
(Er hinterläßt seine Ehefrau Luise, Dorothea Klotzke und seine 3 Kinder)
Lettkemann Rudolf 3 Monate am 25.06.1905
(Sohn von Carl und Wilhelmine Lettkemann mit 6 Kindern)
Lettkemann Minna 15 Jahre, 8 Monate am 19.11.1908
(Sie war Dienstbotin in Braunsberg. Eingetragen im Standesamt Braunsberg Nr. 262 von 1908. Es Trauern die Eltern und ihre 6 Geschwister)
Lettkemann Justine geb. Kalhorn 59 Jahre, 11 Monate am 11.05.1914 (Anmerkung: 1. Ehefrau von Johann)
(Sie hinterläßt ihren Ehemann Johann, Gustav Lettkemann und ihre 2 Kinder)
Lettkemann Wilhelmine geb. Hamann 54 Jahre am 17.03.1922 (Anmerkung: gestorben an Gelbsucht)
(Sie hinterläßt ihren Ehemann Carl Lettkemann und ihre 3 Kinder)
Lettkemann August 76 Jahre am 02.03.1930
Lettkemann Carl, Heinrich 71 Jahre am 24.10.1930
Lettkemann Wilhelmine 68 Jahre am 09.06.1936
(Gestorben an einem Schlaganfall im Braunsberger Krankenhaus)
(Hier handelt es sich um die 2. Ehefrau von Johann, Gustav Lettkemann Wilhelmine, Amalie, Auguste geb. Schött 01.07.1867-09.06.1936. Weiter Angaben siehe in der Trauungsliste)
Lettkemann Regine geb. Kohnert 84 Jahre am 14.11.1937
(Witwe des bereits verstorbenen August Lettkemann)

Nachtrag:
Lettkemann Carl Heinrich wohnhaft in Leysuhnen verstarb dort am 16.03.1934
(Er war der Sohn von Peter Lettkemann und Luise, Dorothea Klotzke)

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